Königl. Privil. Scharfschützengesellschaft Lichtenfels

Die Ehrenketten

Chronik-Inhalt

Kette des Ersten Schützenmeisters Kette der Damenkönigin
Kette des Zweiten Schützenmeisters Kette des Jugendschützenkönigs
Kette des Ehrenschützenmeisters Kette des Armbrust-Königs
Kette des Schützenkönigs Kette des Schausteller Schützenkönigs
Ketten der beiden Ritter

Die beiden Schützenketten (Kette des Ersten Schützenmeisters und des Schützenkönigs) danken ihren Ursprung der Säkularfeier der Scharfschützengesellschaft vom Jahre 1910. Damals regte Bürgermeister Adam Wenglein (selbst Mitglied der Gesellschaft und 22 Jahre lang Schützenmeister) an, als bleibendes Gedenken an dieses Fest eine Ehrenkette zu schaffen. Schon drei Jahre vorher begann Adam Wenglein damit, in würdig gehaltenen Schreiben Allerhöchste, Höchste und Hohe Personen, Bekannte und Freunde des Schießsports um Stiftung einer Münze oder Medaille für die Ehrenkette zu bitten. Der Erfolg war überraschend groß. Nicht weniger als 113 Denkmünzen wurden von überall her gespendet. An der Spitze stand der deutsche Kaiser Wilhelm II. Fast alle Prinzen des bayerischen Königshauses opferten alte Denkmünzen. Geradezu rührend war die Fürsorge des Prinzregenten Luitpold in München für seine Lichtenfelser Schützen. Ihn verbanden seit 60 Jahren aus Anlass einer Einquartierung enge Beziehungen zu Lichtenfels, er war ein echter Freund der Stadt und oft für sie ein guter Fürsprecher. So nahm er auch persönlich Anteil an der würdigen Gestaltung der Schützen-Jubiläumskette. Aus den von den regierenden Häusern gewidmeten Münzen - 18 Stück - entstand die Jubiläumskette. Die übrigen 95 Stück fasste man zur Schützenkönigskette zusammen.

Der Schutzengel der wertvollen Jubiläumskette

Dem ehemaligen Ehrenschützenmeister und Gaswerkdirektor Willy Peter ist es zu verdanken, dass die Lichtenfelser Schützengesellschaft diese wertvolle Jubiläumskette von 1910 noch besitzt.
Willy Peter konnte die Kette 1945 vor dem Zugriff der Besatzungstruppen retten, indem er diese im örtlichen Gasspeicher sicher versteckte.

Über die Jubiläumskette schreibt das "Goldene Buch" der Scharfschützengesellschaft wörtlich: >>>>>
"Die Jubiläumskette wurde nach dem Entwurf des Kunstmalers Fritz Rehm, München, in der kunstgewerblichen Werkstätte von Eduard Schöpflich in München gefertigt. Die eigentliche Kette ist silbervergoldet und stellt eine reiche, fein gegliederte Goldschmiedearbeit dar, deren Wert noch gesteigert wird durch die feine Emailarbeit, in welcher die eingefügten Wappen von Lichtenfels, Oberfranken, Bayern und Deutschland ausgeführt sind. Hinter dem Wappen von Lichtenfels ist unsichtbar wie von einem Medaillon die Verfertigungsurkunde, auf Silberplättchen gestochen, eingelassen. Die Jubiläumskette ist drei Kilo schwer. Sie ist in ihrer echt künstlerischen Komposition und in ihrer virtuosen Ausführung ein glänzendes Erzeugnis einheimischen Kunstgewerbes, ein Meisterstück der Goldschmiedekunst. Nach vollzogener Fertigung der Jubiläumskette begab sich Seine Kgl. Hoheit Prinzregent Luitpold in das Goldschmiedegeschäft von Eduard Schöpflich, um die Kette persönlich in Augenschein zu nehmen; desgleichen Seine Kgl. Hoheit Prinz Ludwig von Bayern, Hochderselbe durch sein Hofmarschallamt anher mitteilen lässt, dass er sich "sehr anerkennend" über die gefertigte Schützen-Jubiläumskette geäußert habe. So oft diese Ehrenkette die Brust des ersten Schützenmeisters ziert, wird man in freudiger Dankbarkeit unseres allverehrten Herrn Kommerzienrats Georg Krauss gedenken, der die bedeutenden Kosten für den künstlerischen Entwurf und die kunstvolle Anfertigung der Kette trug. Die Jubiläumskette ist damit für ihn ein ehrendes Denkmal geworden im Herzen der Scharfschützengesellschaft Lichtenfels".>>>>>

Zur Jubiläumskette steuerten bei:

01. Kaiser  Wilhelm  II.  -  eine  silberne  Königsmedaille
02. Prinzregent Luitpold von Bayern - eine silberne Medaille
03. Kronprinz  Friedrich  Wilhelm  von  Preußen - eine silberne Portrait-Medaille
04. Prinz  Ludwig  von  Bayern  (der  spätere König Ludwig III.) - einen Steyerer Taler Joseph I von 1706
05. und 6. Prinz Arnulf von Bayern - einen Madonnentaler von Max Emanuel von 1694 und einen bayerischen Friedenstaler zum Friedensschluss in Frankfurt a. M. 1871
07. Prinz Ludwig Ferdinand von Bayern  - einen Hubertustaler von 1625
08. Prinz Leopold von Bayern - eine silbervergoldete Medaille mit Widmung
09. Prinz Alfons von Bayern - einen Vaterlandstaler vom Fürstbischof Franz Ludwig von Bamberg-Würzburg von 1795
10. Herzog Wilhelm von Bayern auf Banz -  eine goldene Ehrenmedaille >>>>>
11. Karl  Eduard,  Herzog  von  Coburg-Gotha - eine silberne Karl-Eduard-Medaille
12. Adolf Friedrich, Großherzog von Mecklenburg-Strelitz - eine silberne Medaille
13. Großherzog Ludwig von Hessen -  eine silberne Jubiläumsdenkmünze mit Landgraf Philipp und Großherzog Ludwig
14. Großherzog Friedrich II. von Baden - eine silberne Ehrenmünze mit Widmung
15. Leopold  IV.  zu  Lippe-Detmold  -  ein silbernes Zweimarkstück mit Bildnis des Stifters
16. Herzog Friedrich II. von Anhalt-Dessau- eine silberne Medaille mit Bildnis des Stifters und Widmung
17. Herzog Georg II. von Sachsen-Meiningen- eine große silberne Denk- und Widmungsmünze
18. Stadtmagistrat Lichtenfels - eine goldene bayerische Constitutionsmünze vom 26.5.1818 >>>>>

Zu der unter Ziffer 10. angeführten Ehrenmedaille ist noch zu erwähnen: das "Goldene Buch" der Schützengesellschaft wurde im Jahre 1810 angelegt. Zu damaliger Zeit bewohnte Herzog Wilhelm von Bayern das nahe gelegene Schloss Banz. Von hier aus besuchte er wieder holt und gerne das Lichtenfelser Freischießen und trug sich in das "Goldene Buch" ein. Im Jahre 1812 nahm er wieder am Freischießen teil und stiftete eine goldene Medaille, die an einem weiß- seidenen, silbergestickten Band getragen wurde. Der jeweilige erste Schützenmeister legte bei festlichen Anlässen seitdem die goldene Ehrenmedaille an. Nunmehr erhielt sie in der Jubiläumskette ihren Ehrenplatz. Die Medaille zeigt die Bildnisse des Stifters und des Königs Max I. >>>>>

Kette des Zweiten Schützenmeisters

Die Ehrenkette ist aus 29 Münzen gefertigt. Die Münzen stammten von den Schützenkönigen von 1910 bis 1959.
Die Kette wurde im Jahre 1960 anlässlich der 150-Jahrfeier der Gesellschaft zusammengesetzt und wird vom Zweiten Schützenmeister bei feierlichen Anlässen getragen.
Münzen:
 
 

Kette des Ehrenschützenmeisters

Mit der großzügigen Spende einer Ehrenschützenmeisterkette von Ehrenschützenmeister Alfred Brandmeier verfügt die Königlich privilegierte Scharfschützengesellschaft nun über sechs Ehrenketten. Dieses neue Exemplar besteht aus 39 großen und 16 kleinen Münzen, die das Halsband zieren.
In einer Feierstunde im großen Saal des Rathaus wurde die Kette von Alfred Brandmeier an den Ersten Bürgermeister Winfred Bogdahn übergeben.
Dieser überreichte sie an Ersten Schützenmeister Hans-Jochen Thiel "als unveräußerliches und unpfändbares Eigentum" der Gesellschaft (nach dem Kettenstatus der SSG von 1910).
Die neue Ehrenkette versinnbildliche geradezu den Erhalt der Tradition in der Gesellschaft, meinte der Bürgermeister.
Sein Dank galt dem Ehrenschützenmeister Alfred Brandmeier der während seiner Amtszeit als Schützenmeister in besonderer Weise die Tradition - ausgerichtet in die Zukunft - hochgehalten hat.
Die Kette besteht aus Münzen, welche die Schützenkönige von 1960 bis 1996 gespendet haben. Sie ist von dem heimischen Goldschmied Peter Rommel geschaffen worden. Als Vorlage habe die Kette des Zweiten Schützenmeisters gedient. Sie ist jedoch keine Kopie.
Münzen:
 

Kette des Schützenkönigs

Die Schützenkönigskette, aus 96 Wertzeichen zusammengesetzt, ist das Werk des Lichtenfelser Goldschmiedemeisters August Graebner (später in Bamberg). Dieses Ehrenstück besteht aus einer starken silbernen Panzerkette, an deren Außenseite ungefähr 80 Denkmünzen an feingearbeiteten, silbernen Kettchen zart befestigt, schuppenartig laufen. An jeder dieser Münzen befindet sich eine kleine Raute, die die Nummer des edlen Spenders gemäß Eintrags im Goldenen Buche trägt. Als Verbindungsstücke befinden sich in der Mitte zwei Ketten mit durchbrochenen, länglichen Gliedern mit sehr feiner, moderner Gravierung. An diesen Ketten nun befinden sich die Denkmünzen von deutschen Bundesschießen sowie der vergoldete Marientaler vom Regierungspräsidenten Ritter von Brenner, dann die mit Eichenlaubfassung versehene silberne Denkmünze an Dr. Lueger, Bürgermeister in Wien, endlich eine schöne Thüringer Schützenmedaille. "Heimatliches Können schuf diese Kette, geübt heimatlich Äug und Arm erwirbt dieses Ehrenkleinod, Hundertjahrjubelfeier hat's uns gegeben. Kind und Kindeskind erwerbens, Kind und Kindeskind tragens, Kind und Kindeskind werden gedenken der Väter und erzählen und sich freuen deren Taten!" So schrieb damals der Vereinsdichter. >>>>>

Zur Schützenkönigskette haben beigetragen:

01. Roman Rudolf Dr. Freiherr von, Exzell - eine Denkmünze zur silbernen Hochzeit des Prinzen Ludwig  von  Bayern
02. Brenner  Gustav  von,  Ritter,  Regierungs-Präsident von Oberfranken - einen vergoldeten Marientaler mit Brustbild von   Max Joseph
03. Wenglein Adam, Bürgermeister von Lichtenfels  -  einen Tyrolertaler Rudolf II. von 1605
04. Dr. Roth, Kgl. Bezirksamtmann in Lichtenfels - einen sächsischen Taler von 1607
05. Krauss  Georges,  kgl.  Kommerzienrat in Lichtenfels - Denkmünze zum 11. Deutschen Bundesschießen in Mainz 1894
06. Derselbe eine Denkmünze zum 24. mitteldeutschen Schießen in Gera 1908
07. Derselbe  -  einen  Erinnerungstaler  vom 1868-1893 50jährigen Jubiläum des Kurorts Meran 1886
08. Mahkorn  Kathi,  Privatiere  -  einen Sachsen-Freibergtaler von 1541
09. Mahkorn Kunigunda, Privatiere - einen Eichstädter  Taler  Job.  Anton  III.  von Zehmen, von 1783
10. Dieselbe - einen österreichischen Burgunder Taler Erzherzog Leopold 1624
11. Dieselbe  -  einen  sächsischen  Freiberger Taler 1546
12. Dieselbe - einen Taler, Republik Nürnberg 1625
13. Dieselbe - einen poln. Taler Sigismund III. 1629
14. Fischer  Margareta,  Privatiere  -  einen preußischen Siegestaler 1871
15. Rupp  Hans,  Dampfsägewerkbesitzer  - einen Brandenburger-Bayreuther Taler 1783
16. Hager Ludwig, Oberlehrer – Denkmünze zum 4. Deutschen Bundesschießen Hannover 1872
17. Brückner  Hans,  Buchbinderei  -  einen sächsischen Taler von 1633
18. Dinkel  J. B.,  Kaufmann -  eine Denkmünze zum 10. Deutschen Bundesschießen Berlin 1890
19. Mahr Andreas, Gerbereibesitzer – einen preußischen Siegestaler 1897
20. Groß Hans, Stadtsekretär - einen Tiroler Taler Leopold I. von 1703
21. Diroll Adam, Baumeister - eine Denkmünze zum 2. österreichischen Bundesschießen Innsbruck 1885
22. Lutz Hans Dr., Kgl. Bezirksarzt - desgleichen vom 15. Deutschen Bundesschießen München von 1906
23. Bahr   Hieronymus,  Gastwirt  -  einen Braunschweiger Wolfenbütteltaler 1766
24. Bosch Josef, Konditor - einen Madonnentaler Max Joseph von 1771
25. Würstlein   Johann  Baptist,   Kaufmann - einen Marientaler Max I. von 1620
26. Dehler  Johann  Baptist,  Kaufmann - einen bayerischen Kronentaler von 1817
27. Hornung  Baptist,  Restaurateur – einen österreichischen Friedenstaler Franz I. von 1671
28. Kreher Anton, Apothekenbesitzer – eine Denkmünze vom 13. thüringischen Schießen zu Coburg von 1904
29. Vogel Fr., Kaufmann - desgleichen vom 9.  Deutschen Bundesschießen  Frankfurt 1862-1887
30. Mahr  Georg,  Brauereibesitzer  -  einen Taler Papst Gregor XVI. von 1831
31. Dehler Georg, Wirt und Metzgermeister - einen Marientaler Carl Theodor von 1779
32. Moser Johann, Lokomotivführer – einen bayerischen Frankfurter Friedenstaler von 1871
33. Behringer  Josef,  Kaufmann  -  einen württembergischen Siegestaler von 1871
34. Ritzer Joseph, kgl. Bezirkstierarzt - einen dreifachen  Tirolertaler  Rudolf II. von 1604
35. Krauß  Georg jun., Kaufmann  -  einen Doppeltaler Johann Georg II. Kurfürst von Sachsen von 1658
36. Raps Karl, kgl. Bahnverwalter - einen bayerischen Marientaler von 1871
37. Graebner August, Goldarbeiter - einen Regensburger Taler von 1775
38. Förner Georg, Hauptlehrer - einen Nürnberger Taler von 1768
39. Spühler Adolf, Brauereidirektor - Schützendenkmünze zum Geburtstagsschießen Johann Georg von Sachsen von 1700
40. Zinn Philipp, Korbhändler - Denkmünze an 400jähr. Jubiläum des Großherzogtums Hessen von 1504-1904
41. Zinn Sigmund, Korbhändler - desgl. zum 200jähr. Jubiläum des Königreichs Preußen von 1701-1901
42. Pauson P., Korbhändler - Krönungstaler Wilhelms und Auguste von 1861
43. Lehner F., Fachschulzeichenlehrer - Denkmünze zum II. Deutschen Bundesschießen München von 1881
44. Fickentscher Wilhelm August, Kaufmann einen Vaterlandstaler von Fürstbischof Franz Ludwig von Bamberg-Würzburg von 1795
45. Schardt Heinrich, Fabrikbesitzer - einen preußischen Taler von Friedrich Wilhelm von 1795
46. Würstlein  Johann,  Privatier  -  Versöhnungstaler  Wilhelm  II.  mit  Bismarck 1894
47. Ellen, kgl. Postsekretär - silberne Klippe zum 8. Deutschen Bundesschießen Leipzig von 1884
48. Pramberger Karl, Stadtkämmerer - einen Wienertaler, Ferdinand III. von 1655
49. Zipfel Andreas, Metzgermeister - einen Marientaler von Max Joseph von 1770
50. Derselbe einen Sachsen-Weimar-Taler von 1611
51. Krauss  Udo,  Kaufmann  -  eine  Klippe zum 13. Deutschen Bundesschießen  in Dresden von 1900
52. Bolz  Anton,  kgl.  Eisenbahnsekretär - herzoglich anhält. Taler von 1862
53. Jüngling A., Rechtsanwalt - einen Braunschweiger Wahrheitstaler von 1597
54. Hager H., Kommis - eine Denkmünze zum 5. Deutschen Bundesschießen in Stuttgart 1875
55. Kohn Max, Kaufmann - desgleichen zum 14. Deutschen Bundesschießen Hannover 1903
56. Connemann  Theo,  Kaufmann  -  einen Krönungstaler Wilhelm Augusta von 1861
57. Mager Hans, Bankdirektor - einen Nürnberger Contributionstaler von 1765
58. Pabst  Joseph,  Fläschnermeister  - eins bayerische Vereinsmünze von 1856
59. Schmidt Friedrich, Rechtsanwalt - einen Ansbacher Taler von 1763
60. Kanzler  Rudolf,  kgl.  Obergeometer - eine silberne Denkmünze an den Bürgermeister der Stadt Wien Dr. Lueger
61. Bamberger Fritz, Korbhändler - Denkmünze zum 5. Deutschen Bundesschießen Stuttgart 1875
62. Derselbe  -  desgl.  zum  12.  Deutschen Bundesschießen in Nürnberg 1897
63. Zenner Josef, Kaufmann - eine silberne Neujahrsklippe von 1613
64. Wenglein Heinrich,  Fabrikbesitzer. in Nürnberg - einen Nürnberger Doppeldukaten von 1700
65. Wenglein Stephan, Gutbesitzer auf Tiefentalerhof in Baden - einen Frankfurter Schützentaler von 1862
66. Feustel  Adolf,  Gutsbesitzer  auf Altneuhaus - einen Mansfeldertaler Heinrich II. von 1597
67. Schuberth Konrad, Gutsbesitzer auf Karolinenhöhe - einen Sachsen-Altenburgtaler Joh. Philipp von 1624
68. Schuberth Michael, Gutsbesitzer auf Karolinenhöhe - einen Nürnberger Kontributionstaler Franz I. von 1754
69. Wirth Alois, kgl. Notar in Weiler in Allgäu - einen Festtaler zum 3. Deutschen Bundesschießen in Wien von 1868
70. Brüll  Benny,  Privatier in Nürnberg - einen preußischen Taler von 1764
71. Brandis Wilhelm, Kaufmann, Düsseldorf - Denkmünze vom 2. Deutschen Bundesschießen Bremen von 1865
72. Derselbe - einen Nürnbergertaler  Joseph II. von 1768
73. Spindler Jakob, kgl. bayerischen. Oberst a. D., München - eine Denkmünze an die Einverleibung von Helgoland von 1890
74. Benecke W., Gutsbesitzer auf Berghof - einen Marientaler Maximilian I. von 1628
75. Krauß  Nikolaus,  kgl.  Regierungsrat  in München - eine silberne Medaille von Hildebrand zum 80.Geburtstag Bismarcks von 1895
76. Bieber A., Büchsenmacher in Kronach - Denkmünze zum 15. thüringischen Bundesschießen in Sonneberg von 1907
77. Bauer  Franz,  Fabrikbesitzer  in  Pasaic bei New York - eine Denkmünze zur Weltausstellung in Chikago zum 400jähr. Jubiläum der Entdeckung Amerikas
78. Prieger Adrian, kgl. Ökonomierat. Schloss Gereuth - silberne Klippe zum 8. Deutschen Bundesschießen in Leipzig von 1884
79. Schmidt Franz, Brauereibesitzer in Vierzehnheiligen - einen Nürnberger Taler Joseph II. von 1765
80. Stahl  William,  Restaurateur  in  Schloss Banz - Denkmünze zum 8. thür. Bezirksschießen in Waltershausen von 1896
81. Reichenberger Fritzie, Kaufmannswitwe in Schney - einen Peter, Ernst-Bruno-Gebhard und Hans Georgentaler von Mansfeld von 1593
82. Voller Wilhelm,  Privatier in Schney - eine Denkmünze zum 6. Deutschen Bundesschießen in Düsseldorf von 1878
83. Schmidt Karl, Bankier in Hof - einen sächsischen Wohlstandstaler von 1764
84. Raab Adolf, Charkutier in Schney - eine silberne Denkmünze zum  16.  Deutschen Bundesschießen in Hamburg von 1909
85. Eller, Gastwirt in Birkach - eine Denkmünze zum 350. Jubiläum der Universität Jena 1558-1908
86. Derselbe - eine silberne Denkmünze zum 200jähr. Jubiläum des Königreichs Preußen 1701-1901
87. Jansen Ed., New York - eine Jubiläumsmünze des "Deutschen Liederkranz" in New York 1882-1907
88. Schützengesellschaft Arzberg - eine Denkmünze der Schützengesellschaft Arzberg zu ihrem 300jähr. Jubiläum 1606-1906
89. Schützengesellschaft Lahm i. Itzgrund - eine Jubiläumsmünze zu ihrem 50jähr. Jubiläum 1848-1898
90. Schützengesellschaft Kronach - eine Denkmünze zum 12. Deutschen Bundesschießen
    Nürnberg 1897 mit Widmungsschild
91. Schützengilde Groitzsch in Sachsen - einen preußischen Siegestaler von 1871
92. Schützengilde Kulmbach - eine silberne Widmungsmünze
93. Schützengesellschaft  Marktzeuln - eine Denkmünze zum 350jähr. Jubiläum der Universität Jena 1558-1908
94. Schützengesellschaft Thurnau - eine vergoldete Widmungskette
95. Cors  Karl,  Baumeister  in  Meinungen - eine silberne Denkmünze zum 200jährigen
    Jubiläum der Schützengesellschaft Zella-St.Blasien 1709-1909

Ketten der beiden Ritter

Auf Beschluss des Gesellschaftsausschusses vom 21.2.1984 wurden die Ehrenketten der beiden Ritter in Auftrag gegeben.

Kette der Damenkönigin

Die erste Königinkette der Schützendamen war eine Schmuckkette mit einem Anhänger (König Otto von Bayern). Diese Kette wurde von Schützenschwester Maja Ziegler gestiftet. Die Schützenkönigin konnte sie täglich tragen. Im Jahr 1977 wurde auf Anregung von Schützenschwester Elke Jäkel die Schaffung einer "richtigen" Königinnenkette in die Wege geleitet. (Entwurf durch Damenwart Hans Schnappauf, Herstellung: Firma Ziegler in Bamberg).
Die Kette ist in zwei Gehänge aufgegliedert. Im kleinen Bogen zwei Schmuckstücke: oben eine Medaille LICHTENFELS, darunter die von der "alten" Königinnenkette übernommene Münze "König Otto von Bayern". Der Übergang vom kleinen zum großen Bogen geht von zwei Gesellschaftsabzeichen aus, darunter zur besseren Formhaltung, zwei Medaillen von Vierzehnheiligen und Schloss Banz. Am großen Bogen sind links und rechts je 3 Münzen angebracht. Mittelpunkt und besonderes Schmuckstück der Kette ist eine von Schützenmeister Erich Hanitzsch gestiftete Medaille "Albrecht Dürer" mit der "Dürer Madonna" auf der Rückseite. Die LICHTENFELS-Medaille wurde von Damenwart Hans Schnappauf gestiftet. Die beiden kleineren Medaillen Vierzehnheiligen und Schloss Banz wurden von der Schützengesellschaft beigesteuert. Ende Juni 1977 wurde im Rahmen einer kleinen Feierstunde die neue Königinnenkette vorgestellt und übergeben. Damenwart Hans Schnappauf enthüllte die neue Kette.
 
Münzen:
1. König Otto von Bayern (gestiftet: Maja Ziegler)
2. Albrecht-Dürer-Medaille (gestiftet: Erich Hanitzsch)
3. Lichtenfels, Medaille (gestiftet: Hans Schnappauf)
4. Vierzehnheiligen, Medaille
5. Schloss Banz, Medaille
6. Mercator, 1969, 5 Deutsche Mark
7. 25 Jahre Grundgesetz, 1974, 5 Deutsche Mark
8. Friedrich Ebert, 1975, 5 Deutsche Mark
9. Immanuel Kant, 1974, 5 Deutsche Mark
10. Albrecht Dürer, 1971, 5 Deutsche Mark
11. Albert Schweitzer, 1975, 5 Deutsche Mark

Kette des Jugendschützenkönigs

Die Ketten des Jugendschützenkönig ist aus 40 Münzen gefertigt und wurde anlässlich der 150-Jahr Feier an die Lichtenfelser Schützen übergeben
Münzen:

Kette des Armbrust-Königs - "Adler-König"

Im Besitz der Gesellschaft befindet sich noch eine Silberkette mit der Medaille "Patronae Bavariae".
Es handelt sich um die Königskette für den "Armbrust-König", den so genannten "Adler-König". Anlässlich des Jubiläumsschützenfestes 1960 wurde in der Jugendabteilung nämlich ein Armbrustschießen durchgeführt. Dieses "Vogelschießen" konnte mit einer Armbrust, die von der Schützengesellschaft Kronach entliehen war, durchgeführt werden. Anlässlich dieses Schützenfestes war vom damaligen Damenwart Hans Schnappauf eine Gruppe Armbrustschützen aus der Schützenjugend arrangiert worden. Ein Holzadler, gefertigt von einer Werkstatt aus Kronach.  "Adler-König" wurde der junge Gerhard Roßbach.

 Kette des Schausteller-Schützenkönigs

Traditionell findet am Lichtenfelser Schützen- und Volksfest ein Schausteller-Schießen statt, an welchem alle anwesenden Schausteller teilnehmen können. Am zweiten Schützenfest Samstag wird der Schausteller König proklamiert.
Der erste Königskette wurde bei einem Diebstahl aus dem Schützenhaus entwendet. Zum Schützenfest 2012 stifteten die Schausteller Karola Wentzl, Dominique Heppenheimer und Ralf Pazdera eine neue Kette.


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