Königl. Privil. Scharfschützengesellschaft Lichtenfels

Zeit ohne Schützen - warum?

Chronik-Inhalt

Mit der Besetzung des Landes durch die Schweden im 30-jährigen Krieg (1617 bis 1648) ruhte der Schießsport, auch die vier Kriege des 18. Jahrhunderts legten den Schießsport ziemlich lahm:

1704 bis 1714 Besetzung Bayerns durch die Österreicher und Engländer
1741 bis 1745 Österreichischer Erbfolgekrieg auf bayerischem Boden
1756 bis 1763 Siebenjähriger Krieg
1798 bis 1802 Besetzung Bayern durch die Franzosen

Von den Schwierigkeiten, die damals bei der Ausübung des Schießsports bestanden haben müssen, zeugen drei im Staatsarchiv Landshut gefundene Schreiben aus dem Jahre 1790, in denen erwähnt ist, „dass der Gerichtsschreiber und Castenamtsvorsteher von Hirschberg den Bürgern von Landau die gehabte Schießstatt abgenommen, eine neue zu errichten versprochen, aber bisher nicht errichtet und hergestellt habe“. Die Unterbrechung wird aber nicht lange gedauert haben, weil im bereits angeführten Schreiben vom 20.4.1798 der Landauer Landgerichts-Commissar von Hirschberg dem Churfürstlichen Rentamt Landshut berichtet, dass 1765 der Landauer Schützenvortl von 4 auf 11 Gulden jährlich erhöht worden war.
Am 21.Juli 1796 wurde von Kurfürst Karl Theodor die Allgemeine Bayerische Schützenordnung erlassen. Diese wurde von der Allgemeinen Schützenordnung für das Königreich Bayern abgelöst, die von König Ludwig I. am 25.August 1868 erlassen worden und am 15.Januar 1869 in Kraft getreten ist. Diese Schützenordnung ist auch heute noch von Bedeutung, da alle damals bestehenden Schützengesellschaften, die dieses Statut anerkannten, die Rechte einer „Corporation“, also den Status einer juristischen Person, erhielten. Daher werden diese „Königlich privilegierten“ Schützengesellschaften nicht in das Vereinsregister, das bei den Amtsgerichten geführt wird, eingetragen, sondern in einer Liste beim Bayerischen Innenministerium geführt.
 
 



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